Ein Empfang wie jeder andere. Prof Hobbs nahm ein Glas Champagner entgegen, das ihm gereicht wurde und schaute sich gelangweilt um. Hohe Decken, Kronleuchter, gedämpfte Musik, Stehtische mit weissen Hussen, kellner, die umher huschten und Menschen, die sich in ihrer Wohltätigkeit suhlten.
Beanie, seine Doktorandin winkte von hinter dem Kartenpult und kam quer durch den Raum auf ihn zu.
Prof Hobbs! Rob musste grinsen. Dieses Mädchen sah aus wie immer. Jeans, Spruchtshirt, verrückter bunter Schal, Nerdbrille und das immerwährende Beanie das auf ihrem blonden Pony saß. "Hi Jess, hast du sie schon gesehen?" Er hasste Smalltalk und das wusste Beanie. "Klar, alles ausgekundschaftet. Sie steht dort drüben mit dem Leiter der Fakultät." Beanie und Rob verdrehten gleichzeitig die Augen bevor Rob seinen Blick durch den raum schweifen liess. Da! Er hob angenehm überrascht eine Braue und rief kurz noch einmal das, was er über Miss Keyes, Gründerin der 'Hobby for Charity' Bewegung, die momentan durch das ganze Land fegte, gelesen hatte. Ja klar, sie hatte BWL studiert. Kein Wunder, dass sie nicht aussah wie der Hippie den man hinter einer Wohltätigkeitsstiftung, die mit selbstgestrickten Schals angefangen hatte, vermuten würde. Im Gegenteil. Sie trug ein schlichtes Etuikleid, das ihre Sanduhrfigur hervorragend zur Geltung brachte ohne lasziv zu wirken und einfache schwarze Pumps. Ledigich der pink-schwarz gestreifte Strickschal und die passende Filzblüte im dunklen Pferdeschwanz liessen darauf schliessen, dass sie dazugehörte.
"Na, dann wolln wir mal." murmelte Rob und machte sich auf den weg quer durch den Raum zu ihr.
Ihr Blick fing seinen noch bevor er ihren Stehtisch erreicht hatte und sie kam strahlend auf ihn zu. Wow, das lächeln nahm ihr noch einmal locker 10 Jahre ab und liess sie wie gerade Mitte 20 wirken. Sie schüttelte ihm warm die Hand. "Prof Hobbs! Wie schön, dass sie kommen konnten! Beanie kenne ich ja schon, sie ist ja seit längerem Mitglied unserer Community." Sie nickte Beanie zu. Kannte sie jedes Mitglied persönlich? schoss es Rob durch den Kopf. Hobby for Charity hatte mittlerweile mehrere hundert feste Mitglieder und noch viel mehr freischaffende Mitarbeiter. "Miss Keyes, ja es ist mir eine Freude hier zu sein. Ich denke, ich könnte mit meinem neuen Projekt einiges zu ihrer Stiftung beitragen!" Er nahm den ersten Schluck seines Champagners und war angenehm überrascht, Freixenet, 5 Euro die Flasche. Sie schien seinen Blick bemerkt zu haben und zwinkerte ihm zu: "Schliesslich soll das hier kein Nobelbesäufnnis auf Kosten einer wohltätigen Stiftung werden! Das Geld ist woander besser aufgehoben als in Schampus." Ihr Lächeln war ansteckend. "Auf den edlen Tropfen!" er hob sein Glas. "Auf den edlen Tropfen! wiederholte ein sehr schlacksiger blonder Mann im grauen Nadelstreifenanzug und stellte sich zu ihnen. "Ah, Magnus, darf ich vorstellen? Das ist Prof Hobbs, von dessen Projekt ich dir letztes erzählt habe. Professor Hobbs, Magnus von Treyer, unser Anwalt. Und mein guter Engel!" Von Treyer hielt ihm förmlich seine Hand hin. "Ach ja, der Weltverbesserer, der Medikamente umsonst verteilen möchte. Seien Sie mir nicht böse wenn ihnen das keiner abnimmt." Na, was für ein Engel, dachte Rob, wandte sich dann aber schlicht an seine Gastgeberin. "Miss Keyes..." "Nennen Sie mich Britt," unterbrach sie ihn, "das tut hier jeder!" "Also, Britt," setze Rob erneut an, diese Ami Allüren... "ich würde mich freuen wenn wir uns zu einer genaueren Besprechung des Projekts einmal zusammensetzen könnten." "Gerne." Ihre stahlblauen Augen schauten ihn forschend von unter dem schwarzbraunen Pony an. Wieso fielen ihm genau jetzt ihre Sommersprossen auf? Sie erinnerten ihn viel zu sehr an Katie... "Wissen Sie was?" unterbrach sie seine Gedanken "Hier ist meine Karte. Da steht auch meine Privatnummer drauf. Ich bin noch morgen und übermorgen in München. Rufen Sie mich morgen an, aber nicht vor 11, die Party hier geht sicher noch eine Weile!" Wieder dieses Lächeln. Und wo hatte sie die Karte hergezaubert? Er nahm sie und sah eine kleine Clutch aus schwarzer Wolle gefilzt mit edlen Pailetten dezent eingearbeitet unter ihrem Arm. Um nicht über von Treyers aufgebrachten Blick lachen zu müssen steckte er die Karte ein und begab sich auf sicheres Terrain: "Gerne. Wo haben Sie die Tasche denn her? Selbst gemacht?" "Ganz selber gekauft! Auf unserem Portal natürlich." strahlte sie. "Ich muss jetzt weiter, ich freue mich auf unsere Besprechung morgen! Schön, dass Sie die Zeit gefunden haben." Mit von treyer im Schlepptau wandte sie sich zu gehen.
Ihr Blick fing seinen noch bevor er ihren Stehtisch erreicht hatte und sie kam strahlend auf ihn zu. Wow, das lächeln nahm ihr noch einmal locker 10 Jahre ab und liess sie wie gerade Mitte 20 wirken. Sie schüttelte ihm warm die Hand. "Prof Hobbs! Wie schön, dass sie kommen konnten! Beanie kenne ich ja schon, sie ist ja seit längerem Mitglied unserer Community." Sie nickte Beanie zu. Kannte sie jedes Mitglied persönlich? schoss es Rob durch den Kopf. Hobby for Charity hatte mittlerweile mehrere hundert feste Mitglieder und noch viel mehr freischaffende Mitarbeiter. "Miss Keyes, ja es ist mir eine Freude hier zu sein. Ich denke, ich könnte mit meinem neuen Projekt einiges zu ihrer Stiftung beitragen!" Er nahm den ersten Schluck seines Champagners und war angenehm überrascht, Freixenet, 5 Euro die Flasche. Sie schien seinen Blick bemerkt zu haben und zwinkerte ihm zu: "Schliesslich soll das hier kein Nobelbesäufnnis auf Kosten einer wohltätigen Stiftung werden! Das Geld ist woander besser aufgehoben als in Schampus." Ihr Lächeln war ansteckend. "Auf den edlen Tropfen!" er hob sein Glas. "Auf den edlen Tropfen! wiederholte ein sehr schlacksiger blonder Mann im grauen Nadelstreifenanzug und stellte sich zu ihnen. "Ah, Magnus, darf ich vorstellen? Das ist Prof Hobbs, von dessen Projekt ich dir letztes erzählt habe. Professor Hobbs, Magnus von Treyer, unser Anwalt. Und mein guter Engel!" Von Treyer hielt ihm förmlich seine Hand hin. "Ach ja, der Weltverbesserer, der Medikamente umsonst verteilen möchte. Seien Sie mir nicht böse wenn ihnen das keiner abnimmt." Na, was für ein Engel, dachte Rob, wandte sich dann aber schlicht an seine Gastgeberin. "Miss Keyes..." "Nennen Sie mich Britt," unterbrach sie ihn, "das tut hier jeder!" "Also, Britt," setze Rob erneut an, diese Ami Allüren... "ich würde mich freuen wenn wir uns zu einer genaueren Besprechung des Projekts einmal zusammensetzen könnten." "Gerne." Ihre stahlblauen Augen schauten ihn forschend von unter dem schwarzbraunen Pony an. Wieso fielen ihm genau jetzt ihre Sommersprossen auf? Sie erinnerten ihn viel zu sehr an Katie... "Wissen Sie was?" unterbrach sie seine Gedanken "Hier ist meine Karte. Da steht auch meine Privatnummer drauf. Ich bin noch morgen und übermorgen in München. Rufen Sie mich morgen an, aber nicht vor 11, die Party hier geht sicher noch eine Weile!" Wieder dieses Lächeln. Und wo hatte sie die Karte hergezaubert? Er nahm sie und sah eine kleine Clutch aus schwarzer Wolle gefilzt mit edlen Pailetten dezent eingearbeitet unter ihrem Arm. Um nicht über von Treyers aufgebrachten Blick lachen zu müssen steckte er die Karte ein und begab sich auf sicheres Terrain: "Gerne. Wo haben Sie die Tasche denn her? Selbst gemacht?" "Ganz selber gekauft! Auf unserem Portal natürlich." strahlte sie. "Ich muss jetzt weiter, ich freue mich auf unsere Besprechung morgen! Schön, dass Sie die Zeit gefunden haben." Mit von treyer im Schlepptau wandte sie sich zu gehen.
"Oh mann, der Kerl hätte sicher gerne mal was ganz anderes als ihre Karte weggesteckt," murmelte er in sein Glas. Beanie kicherte und er entschuldigte sich. "Naja, Sie haben ja recht, Prof." erwiderte Beanie, "aber hab ichs nicht gesagt? Die Frau ist trotz des Erfolges offen für alles! nd sie scheint vor nichts angst zu haben.
Das war jetzt ein Jahr her. Und diese Frau hatte vor nichts Angst. Das hatte sie dieses letzte Jahr bewiesen.
Nun saß sie hier neben ihm, auf dem Boden dieses alten Kahns, in Cargohosen, dicken Boots und Khakishirt und fluchte wie eine Bauarbeiter über die Insekten. Auch er litt unter der schwülen Hitze des Amazonas und dem immerwährenden Geviechs. Aber ein bisschen jammern durfte er. Schliesslich hatte er letztes Jahr die 50 überschritten. Was macht man da schon mitten im Dschungel? fragte er sich. Schliesslich war er nicht Silvester Stallone und wie hiess dieser 60jährige Supersöldner, den er spielte? Und doch bereute er den Trip in keinster Weise. Manche Träume sind es wert dafür zu kämpfen...
Nun saß sie hier neben ihm, auf dem Boden dieses alten Kahns, in Cargohosen, dicken Boots und Khakishirt und fluchte wie eine Bauarbeiter über die Insekten. Auch er litt unter der schwülen Hitze des Amazonas und dem immerwährenden Geviechs. Aber ein bisschen jammern durfte er. Schliesslich hatte er letztes Jahr die 50 überschritten. Was macht man da schon mitten im Dschungel? fragte er sich. Schliesslich war er nicht Silvester Stallone und wie hiess dieser 60jährige Supersöldner, den er spielte? Und doch bereute er den Trip in keinster Weise. Manche Träume sind es wert dafür zu kämpfen...
Am nächsten Tag hatte Rob schon früh angerufen und einen Termin mit Miss Keyes, 'Britt', ausgemacht. Um Punkt 18 Uhr stand er in dem Aufzug, der ihn hoch ins Loft fuhr. "Komm rein!" schallte es durch den Raum. "Bin gleich bei Dir! Wann waren sie beim Du gelandet? Gestern abend? Unwahrscheinlich. Er hatte sie kaum noch zu Gesicht bekommen, schon gar nicht ohne von Treyer. Die Suite war riesig und lichtdurchflutet mit Blick über München. Der Boden aus Kirschholz knarzte sanft als er sich auf den Weg zur Fensterfront machte, vor der cremefarbene Möbel standen. Eine weiche Eckcouch und ein Sessel drängten sich wohlig um einen Kamin. Eine aufgeräumte Küchenzeile wurde von dem riesigen Esstisch aus dem gleichen Nussholz fast verdeckt. "Ja, ich habe ein Fabel für schöne Hotelzimmer, das muss ich zugeben." grinste sie, als sie mit 2 Aperitifgläsern auf ihn zukam. Heute trug sei einen pinkfarbenen Glockenrock mit schwarzem Spitzenbesatz, dazu eine graue Strickjacke, die jemand in liebevoller handarbeit mit Blümchen bestickt hatte. Eine komplett andere Frau als gestern. Der Aperitif passte zu der Farbe ihres Rockes. Wieso fielen ihm immer so sinnlose Details auf? Er nahm ihr ein Glas ab und prostet ihr zu "Britt! Schön, dass wir es so spontan einrichten konnten!" Sie nickte. "Robert. Auf mutige Ideen." Sie nahm einen kräftigen Schluck.
"Woher kommt eigentlich dieser ganze Reichtum?" er deutete um sich. "Schliesslich macht Hobby for Charity doch werbung damit, dass die Erlöse eins zu eins an die wohltätigen Organisationen gehen, ohne einen Verwaltungs-Wasserkopf bezahlen zu müsssen." "Alles Werbeeinnahmen." grinste sie. "Deswegen habe ich auch keine Skrupel meine üppigen Tantiemen für schicke Hotelzimmer auszugeben. Setz Dich, ich bereite uns ein Amuse-Geule." Er setze sich so an den riesigen Tisch, dass er sie an der Küchenzeile beim werkeln beobachten konnte. "Man muss ziemlich viel Geschäftsgeschick haben, um so viel Geld aus Werbung zu schlagen. Vor Allem, da Sie ja bei Null abgefangen haben." "Ja, ich habe einen festen Stab sehr treuer Experten, die von Anfang an dabei waren. Ganz am Anfang sogar kostenlos, natürlich." "Schlafen sie mit ihnen?" entfuhr es Rob. Sie hielt einen Moment dabei inne, die Melone in Stücke zu schneiden. Dann drehte sie sich langsam um, lehnte sich an die Arbeitsplatte und schaute ihn forschend an. Er spürte wie er unter ihrem Blick errötete. Manchmal einfach die Klappe halten... schalt er sich. "Nicht mit allen." antwortete sie ruhig und stellte die Melone mit Parmaschinken auf den Tisch. "Schlafen Sie mit all Ihren Assistentinnen?" gut, jetzt sind wir also wieder beim sie. bemerkte Rob und als er aufsah, trafen seine Augen auf ihren funkelnden Blick. Funkelnd vor unterdrücktem Lachen. Sie machte sich über ihn lustig! "Prof Hobbs, ich weiss welche Gerüchte über mich kursieren. Die Welt geht mit Frauen, die viel erreicht haben, leider nicht freundlich um. Ich verzeihe Ihnen Ihre Neugier. Er nahm ihr das Glas Weisswein ab, das sie ihm reichte und antwortete: "Ich schlafe auch nicht mit allen meinen Assistentinnen. Vor allem die männlichen hab ich mir abgewöhnt. Aber ich verzeihe ihnen ihre Indiskretion!" Ihr Lachen war warm und echt. Ja, dass diese Frau eine Organsation wie Hobby for Charity ins Leben gerufen hatte, war vorstellbar. Aber dass sie in dem Haifischpool überlebte? Wie machte sie das? Ihm selber war das bisschen Unipolitik ja schon zu viel und das Gerangel um die Forschungstöpfe. Aber deswegen war er ja jetzt auch hier.
"Erzählen Sie mir von Ihrer Idee." forderte sie ihn über ihr Glas Wein auf.
"Woher kommt eigentlich dieser ganze Reichtum?" er deutete um sich. "Schliesslich macht Hobby for Charity doch werbung damit, dass die Erlöse eins zu eins an die wohltätigen Organisationen gehen, ohne einen Verwaltungs-Wasserkopf bezahlen zu müsssen." "Alles Werbeeinnahmen." grinste sie. "Deswegen habe ich auch keine Skrupel meine üppigen Tantiemen für schicke Hotelzimmer auszugeben. Setz Dich, ich bereite uns ein Amuse-Geule." Er setze sich so an den riesigen Tisch, dass er sie an der Küchenzeile beim werkeln beobachten konnte. "Man muss ziemlich viel Geschäftsgeschick haben, um so viel Geld aus Werbung zu schlagen. Vor Allem, da Sie ja bei Null abgefangen haben." "Ja, ich habe einen festen Stab sehr treuer Experten, die von Anfang an dabei waren. Ganz am Anfang sogar kostenlos, natürlich." "Schlafen sie mit ihnen?" entfuhr es Rob. Sie hielt einen Moment dabei inne, die Melone in Stücke zu schneiden. Dann drehte sie sich langsam um, lehnte sich an die Arbeitsplatte und schaute ihn forschend an. Er spürte wie er unter ihrem Blick errötete. Manchmal einfach die Klappe halten... schalt er sich. "Nicht mit allen." antwortete sie ruhig und stellte die Melone mit Parmaschinken auf den Tisch. "Schlafen Sie mit all Ihren Assistentinnen?" gut, jetzt sind wir also wieder beim sie. bemerkte Rob und als er aufsah, trafen seine Augen auf ihren funkelnden Blick. Funkelnd vor unterdrücktem Lachen. Sie machte sich über ihn lustig! "Prof Hobbs, ich weiss welche Gerüchte über mich kursieren. Die Welt geht mit Frauen, die viel erreicht haben, leider nicht freundlich um. Ich verzeihe Ihnen Ihre Neugier. Er nahm ihr das Glas Weisswein ab, das sie ihm reichte und antwortete: "Ich schlafe auch nicht mit allen meinen Assistentinnen. Vor allem die männlichen hab ich mir abgewöhnt. Aber ich verzeihe ihnen ihre Indiskretion!" Ihr Lachen war warm und echt. Ja, dass diese Frau eine Organsation wie Hobby for Charity ins Leben gerufen hatte, war vorstellbar. Aber dass sie in dem Haifischpool überlebte? Wie machte sie das? Ihm selber war das bisschen Unipolitik ja schon zu viel und das Gerangel um die Forschungstöpfe. Aber deswegen war er ja jetzt auch hier.
"Erzählen Sie mir von Ihrer Idee." forderte sie ihn über ihr Glas Wein auf.
"Pass doch auf!" fluchte Pedro, ihr Skipper. Britt hielt dabei inne, sich mit der gesammelten Ufererde einzuschmieren und drehte sich um. Der Aussenborder spuckte nur noch Dreck und hustete vor sich hin wie ein südamerikanischer Nasenbär. Fenn, der Junge am Lot schaute schuldbewusst zu Boden. "Zu nichts ist dieser Bengel zu gebrauchen!" fluchte Pedro auf spanisch weiter. "Warum habe ich ihn nicht verkauft als er ein Baby war! Für den Preis hätt ich nen tollen Braten bekommen! Und ein Set Angelhaken!" "Weil Deine Frau Dich dann mit dem Besen grün und blau geschlagen hätte bis Du ihr das Kind wieder zurückbringst! UND den Braten!" rief Rob. Britt lächelte. Sie wusste ganz genau wie sehr Pedro in Fenn, seinen 13jährigen Sohn vernarrt war. Ihr Blick blieb an dem Szenario hängen, in dem Vater und Sohn sich bemühten, den Sand aus dem Aussenborder zu schaffen und ein Schatten lege sich über ihr Lächeln. "Emma?" fragte Rob. Brit schaute überrascht auf. "Ja," gestand sie kleinlaut. "ich werde mich nie an die langen Abwesenheitszeiten gewöhnen." "Sie ist jetzt auch 13 oder?" fragte er. "Ja. Und so anders als Fenn. Sie ist laut und kichert und singt den ganzen Tag Musicals. Das treibt uns nahezu in den Wahnsinn!" "Ja, ich kenne das." grinste Rob. "Unsere Zwillinge waren auch noch immer zu zweit dabei und haben sich aufgeschaukelt. Ein Traum, sag ich dir!" Britt lächelte und nahm die ihr mittlerweile so vertraute Hand. gar nicht die Hand eines alten Mannes. Eine kräftige Hand. Eine Hand,m die anpacken konnte. Aber auch eine zarte Hand, die stundenlang schreiben, denken, ausradieren und wieder schreiben konnte. Eine Hand, die...
"Lass mich Dir eine Geschichte erzählen." begann er und nahm ein Stück vom Parmaschinken.
"Von einem Land, in dem es keine Krankheiten gab." Britt rollte die Augen. "Prof Hobbs, ich habe Sie nicht für einen dieser Pharmaspinner gehalten!" sagte sie gekünzelt förmlich. "Lass mich ausreden!" DU... wenn sie Grenzen übertreten konnte wie sie wollte, dann konnte er das auch. Sein fester Blick liess ihr spöttisches Lächeln verstummen.
"In diesem Land wurde wirklich nie jemand krank. Keine Grippe, keine Bauchschmerzen, keine Kopfschmerzen, nichts!"
"Und dann kamen die Bewohner dieses Landes in die Zivilisation und mussten alle kläglich an der Grippe sterben? Oder kam vorher der böse Weiße und hat ihr zuhause niedergebrannt." "Entschuldigung." unterbrach sie sich als sie merkte wie ernst es ihm war und ihre Miene wurde wieder ernst.
"Diesen Landstrich gibt es." bemerkte er. "Ich war selber da." "Und weisst du was das Geheimnis ist? Eine Pflanze?" warf Britt ein. "Natürlich eine Pflanze." entgegnete Rob verärgert, unsicher ob sie sich schon wieder einen Spass aus ihm machte. "Aber diese Pflanze ist kein Allheilmittel im herkömmlichen Sinn. Und da wirds spannend." Britt richtete sich unmerklich auf. "Es handelt sich lediglich um einein krautigen Korbblütler, dessen Blätter sowie Früchte eine für den Menschen optimale Nährstoffkombination haben. Eine dieser Früchte am Tag decken den gesamten Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffe, Pektine und Ballaststoffe! Das ist eine Sensation!! So viele Zivilisationsleiden könnten gelindert werden!"
Britt runzelte die Stirn,"Also, entschuldige, Rob. Aber mal ganz ehrlich: Ein Stück Regenwald nach dieser Pflanze abzusuchen würde die Region für die Wirtschaft gangbar machen. Und was macht die Wirtschaft bekanntermassen? Zerstören! Und ein Wunderpülverchen aus dieser Pflanze zu verkaufen, nur damit die Nahrungsindustrie uns weiter billigen Plastikpampf zusammenmischen und als nahrhaft verkaufen kann, hört sich für mich einfach nur reichlich falsch an!"
Nach einer quälend langen Stunde war der Motor langsam befreit und sprang wieder an. Erleichtert hielt Britt ihr Gesicht in den leichten Fahrtwind. "Die Hitze ist echt unerträglich," stimmte Rob ihr zu. "Ich war schon immer eher die Skandinavien Urlauberin." bemerkte Britt. "warum müssen Dschungel in Skandinavien auch nur so selten sein?" Rob grinste." Als nächste Tour suchen wir heilsame Mineralien in Island, versprochen!" "Nächste Tour?? Mr Hobbs, wie heisst es so schön: Shame on you if you fool me once, shame on me if you fool me twice! Irgendwie hattest Du mir diesen Trip als 'spannend und extrem heilsam' beschrieben. Wieso merk ich davon nix?" Er knuffte sie in die Seite. "Warte mal ab bis wir den Fluss verlassen müssen und es zu Fuß weitergeht! Dann wirst Du so entspannt sein, dass Dir abends nichtmal die Insekten was ausmachen werden!" Sie spritzte ihm etwas brackiges Flusswasser ins Gesicht. "Sire!" Pedro konnte sich diesen Ausdruck nicht abgewöhnen, irgendwie fand er ihn vornehm. "Nach der nächsten Biegung erreichen wir Malukkar!" "Woher weisst Du das?" rief Britt. "hier deutet nichts auf eine Siedlung hin!" Vater und Sohn schwiegen und grinsten ihr strahlend weisses Lächeln aus den braunen Gesichtern. 2 Minuten später wusste Britt warum. "DAS ist Mallukar?" fragte Rob ungläubig. "Du sagtest doch hier gäbe es das Equipment, das wir brauchen!" Britt sprang sicheren Fusses in den Uferschlamm und zog das dicke Seil die Böschung hoch um es an einem Baum festzubinden. Um sie herum war.... Nichts. Ein paar Hütten, die mit Bananenstaudenblättern gedeckt waren drängten sich um einen festgetretenen gerodeten Platz. Hinter ihnen bahnte sich der Dschungel erneut seinen Weg, den verlorenen Platz schnellstmöglich von den Menschen zurückzuerobern. Menschen waren keine zu sehen. "Ich wär hier glatt vorbeigefahren," sagt Rob als er neben Britt trat.
"Von einem Land, in dem es keine Krankheiten gab." Britt rollte die Augen. "Prof Hobbs, ich habe Sie nicht für einen dieser Pharmaspinner gehalten!" sagte sie gekünzelt förmlich. "Lass mich ausreden!" DU... wenn sie Grenzen übertreten konnte wie sie wollte, dann konnte er das auch. Sein fester Blick liess ihr spöttisches Lächeln verstummen.
"In diesem Land wurde wirklich nie jemand krank. Keine Grippe, keine Bauchschmerzen, keine Kopfschmerzen, nichts!"
"Und dann kamen die Bewohner dieses Landes in die Zivilisation und mussten alle kläglich an der Grippe sterben? Oder kam vorher der böse Weiße und hat ihr zuhause niedergebrannt." "Entschuldigung." unterbrach sie sich als sie merkte wie ernst es ihm war und ihre Miene wurde wieder ernst.
"Diesen Landstrich gibt es." bemerkte er. "Ich war selber da." "Und weisst du was das Geheimnis ist? Eine Pflanze?" warf Britt ein. "Natürlich eine Pflanze." entgegnete Rob verärgert, unsicher ob sie sich schon wieder einen Spass aus ihm machte. "Aber diese Pflanze ist kein Allheilmittel im herkömmlichen Sinn. Und da wirds spannend." Britt richtete sich unmerklich auf. "Es handelt sich lediglich um einein krautigen Korbblütler, dessen Blätter sowie Früchte eine für den Menschen optimale Nährstoffkombination haben. Eine dieser Früchte am Tag decken den gesamten Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffe, Pektine und Ballaststoffe! Das ist eine Sensation!! So viele Zivilisationsleiden könnten gelindert werden!"
Britt runzelte die Stirn,"Also, entschuldige, Rob. Aber mal ganz ehrlich: Ein Stück Regenwald nach dieser Pflanze abzusuchen würde die Region für die Wirtschaft gangbar machen. Und was macht die Wirtschaft bekanntermassen? Zerstören! Und ein Wunderpülverchen aus dieser Pflanze zu verkaufen, nur damit die Nahrungsindustrie uns weiter billigen Plastikpampf zusammenmischen und als nahrhaft verkaufen kann, hört sich für mich einfach nur reichlich falsch an!"
Nach einer quälend langen Stunde war der Motor langsam befreit und sprang wieder an. Erleichtert hielt Britt ihr Gesicht in den leichten Fahrtwind. "Die Hitze ist echt unerträglich," stimmte Rob ihr zu. "Ich war schon immer eher die Skandinavien Urlauberin." bemerkte Britt. "warum müssen Dschungel in Skandinavien auch nur so selten sein?" Rob grinste." Als nächste Tour suchen wir heilsame Mineralien in Island, versprochen!" "Nächste Tour?? Mr Hobbs, wie heisst es so schön: Shame on you if you fool me once, shame on me if you fool me twice! Irgendwie hattest Du mir diesen Trip als 'spannend und extrem heilsam' beschrieben. Wieso merk ich davon nix?" Er knuffte sie in die Seite. "Warte mal ab bis wir den Fluss verlassen müssen und es zu Fuß weitergeht! Dann wirst Du so entspannt sein, dass Dir abends nichtmal die Insekten was ausmachen werden!" Sie spritzte ihm etwas brackiges Flusswasser ins Gesicht. "Sire!" Pedro konnte sich diesen Ausdruck nicht abgewöhnen, irgendwie fand er ihn vornehm. "Nach der nächsten Biegung erreichen wir Malukkar!" "Woher weisst Du das?" rief Britt. "hier deutet nichts auf eine Siedlung hin!" Vater und Sohn schwiegen und grinsten ihr strahlend weisses Lächeln aus den braunen Gesichtern. 2 Minuten später wusste Britt warum. "DAS ist Mallukar?" fragte Rob ungläubig. "Du sagtest doch hier gäbe es das Equipment, das wir brauchen!" Britt sprang sicheren Fusses in den Uferschlamm und zog das dicke Seil die Böschung hoch um es an einem Baum festzubinden. Um sie herum war.... Nichts. Ein paar Hütten, die mit Bananenstaudenblättern gedeckt waren drängten sich um einen festgetretenen gerodeten Platz. Hinter ihnen bahnte sich der Dschungel erneut seinen Weg, den verlorenen Platz schnellstmöglich von den Menschen zurückzuerobern. Menschen waren keine zu sehen. "Ich wär hier glatt vorbeigefahren," sagt Rob als er neben Britt trat.